Die Genauigkeit vergleicht die wiederholten Messungen einer Münze mit bekanntem Wert von diesem wahren Wert. Sie unterscheidet zwei Fehler: den systematische Abweichung (die Abweichung von der Genauigkeit) und die Streuung (Wiederholbarkeit).
Was man verstehen muss
⇒ Die tatsächlicher Wert X₀ des kalibrierten Bauteils; ;
⇒ die Toleranzen Min- und Max-Wert der Kennlinie; ;
⇒ die Beschluss des Instruments; ;
⇒ die wiederholte Messungen an demselben Werkstück, von einem einzigen Bediener.
💡 Anstreben mindestens 25 Messungen. Bei einem Wert unter 10 ist die Studie nicht aussagekräftig: Die auf so wenigen Werten berechnete Standardabweichung ist selbst zu ungenau.
Auch das Arbeitszimmer entsteht vom Gitter aus sofern die Maße dort bereits erfasst sind.


Die statistischen Ergebnisse
Auf der Registerkarte „Ergebnisse“ wird jeder Indikator mit einem Farbcodierung : grün = im Normbereich, orange = grenzwertig, rot = unzureichend. Es gelten folgende Schwellenwerte.
| Indikator | Grün | Orange | Rot |
| Anzahl der Werte | ≥ 25 | ≥ 10 | < 10 |
| Beschluss | ≤ Toleranz / 20 | ≤ Toleranz / 10 | darüber hinaus |
| Wiederholbarkeit (2kσ) | < 5 % der Toleranz | < 10 % | ≥ 10 % |
| Knapper Vorsprung | ≤ Toleranz / 20 | ≤ Toleranz / 10 | darüber hinaus |
| Erweiterte Unsicherheit | ≤ 15 % der Toleranz | — | darüber hinaus |
| Trägheit | ≤ Toleranz / 30 | — | darüber hinaus |
| Cg und Cgk | > 1,33 | > 1,00 | ≤ 1,00 |
| Minimales Toleranzintervall | unterhalb der Toleranzgrenze | — | höher |
⇒ Der Unterschied in der Genauigkeit ist die Differenz zwischen dem Mittelwert der Messungen und dem wahren Wert. Das ist der systematische Fehler: Er lässt sich korrigieren.
⇒ Die Wiederholbarkeit ist die Streuung des Instruments bei einem einzelnen Stück. Sie lässt sich nicht durch Justierung korrigieren.
⇒ Die Trägheit kombiniert beide in einer einzigen Zahl: die Quadratwurzel aus (Genauigkeitsabweichung² + Wiederholbarkeit²). Dies ist der entscheidende Indikator für eine einheitliche Entscheidung, da ein Messfehler unabhängig davon, ob er auf eine Abweichung oder eine Streuung zurückzuführen ist, gleichermaßen nachteilig ist.
⇒ Das minimale Toleranzintervall Beantworten Sie die Frage umgekehrt: Welche engste Toleranz kann mit diesem Messgerät nachweislich kontrolliert werden? Wenn der Wert Ihre Toleranz überschreitet, ist das Messgerät für das Bauteil ungeeignet.
Cg und Cgk
Es handelt sich um die Messmittelkapabilitäten, die wie die Prozesskapabilitäten aufgebaut sind, jedoch über einen reduzierten Bereich – ein Zehntel der Toleranz.
⇒ Cg betrachtet nur die Streuung; ;
⇒ Cgk berücksichtigt zusätzlich die Abweichung vom tatsächlichen Wert.
Ein normaler Cg-Wert bei einem niedrigen Cgk-Wert deutet auf ein Instrument hin präzise, aber ungenau : muss kalibriert werden, ohne die Ausrüstung zu wechseln. Sind sowohl Cgk als auch Cg niedrig, deutet dies auf ein Instrument hin zu zerstreut : In diesem Fall muss man die Vorgehensweise ändern.
💡 Der übliche Schwellenwert beträgt Cgk > 1,33. Auf dem Bildschirm wird auch die minimale Toleranz angezeigt, die diesen Schwellenwert gewährleisten würde.
Die Grafiken
⇒ Der Genauigkeitsdiagramm stellt die Messwerte in Bezug auf den tatsächlichen Wert und das Toleranzintervall dar.
⇒ Die Kontrollkarte zeigt den Verlauf der Messwerte: Eine langsame Abweichung ist hier erkennbar, während sie im Mittelwert untergeht.

⇒ Das’Illustration: Cgk Zeigt den Mittelwert, den wahren Wert X₀ und die Grenzwerte X₀ ± Toleranz/10 an: So wird visuell verdeutlicht, was die Zahl zusammenfasst.

